Rechner
Rechner Weiterbetrieb nach 20 Jahren: drei Wege für Ihre Anlage
Weiter einspeisen, auf Eigenverbrauch umstellen oder neu bauen: die drei Wege für eine ausgeförderte Anlage, über zehn Jahre mit Ihren Werten verglichen.
Zahlen mit Stern stammen aus dem Gesetzentwurf vom 07.09.2026. Ein Entwurf ist noch kein Gesetz.
Unten steht ein Beispiel. Der Rechner rechnet nur in Ihrem Browser; nichts wird gesendet oder gespeichert, Kontaktdaten braucht er nicht.
Beispielanlage
- Ort und Dach
- Stade, Süd 35°, 5 kWp, Volleinspeisung
- Vergütung
- seit 2006, endet mit 2026
- Erzeugung
- 4.470 kWh im Jahr: der Ertrag des Modells, gealtert um 0,5 % im Jahr
- Haus
- 4.000 kWh Verbrauch, Strompreis 37,00 ct/kWh (BDEW), ohne Smart Meter
- Umbau für Eigenverbrauch
- 4.000 €: Zählervollsanierung in einem veröffentlichten Angebot
- Neue Anlage
- 5 kWp für 10.450 €, mittlerer Preis der Verbraucherzentrale, Inbetriebnahme 01.03.2027
Rechner Weiterbetrieb nach 20 Jahren · Ausdruck aus dem Rechner auf topsun.de · Ihre Eingaben wurden nur in Ihrem Browser verarbeitet und nicht gespeichert.
Beispiel: Drei Wege ab 2027 Entwurf vom 07.09.2026
Weiter einspeisen
bringt im Beispiel über 10 Jahre am meisten: 956 € Kapitalwert, abgezinst mit 5,13 % im Jahr. Eigenverbrauch: 609 € · Neue Anlage: -3.447 €.
- Wert der Einspeisung 2027
- 4,28 ct/kWhJahresmarktwert Solar 4,508 ct/kWh, abzüglich 0,228 ct/kWh
- Weiter einspeisen, erstes Jahr
- 191 €4.470 kWh ins Netz
- Eigenverbrauch, selbst genutzt
- 1.420 kWhAutarkiegrad 36 %; Umbau 4.000 €
- Neue Anlage, Jahresrate der Investition
- 848 €5 kWp für 10.450 €, auf 20 Jahre verteilt
Werte in Euro.
Werte des Diagramms als Tabelle
| Wert | |
|---|---|
| Weiter einspeisen | 956 € |
| Eigenverbrauch | 609 € |
| Neue Anlage (nach dem Entwurf vom 07.09.2026) | -3.447 € |
Werte des Diagramms als Tabelle
| Jahr | Weiter einspeisen | Eigenverbrauch | Neue Anlage |
|---|---|---|---|
| 2026 | 0 € | -4.000 € | 0 € |
| 2027 | 191 € | -3.343 € | -323 € |
| 2028 | 382 € | -2.690 € | -690 € |
| 2029 | 571 € | -2.039 € | -1.060 € |
| 2030 | 760 € | -1.393 € | -1.546 € |
| 2031 | 947 € | -749 € | -2.045 € |
| 2032 | 1.134 € | -108 € | -2.547 € |
| 2033 | 1.134 € | 403 € | -3.051 € |
| 2034 | 1.134 € | 911 € | -3.558 € |
| 2035 | 1.134 € | 1.416 € | -4.068 € |
| 2036 | 1.134 € | 1.919 € | -4.580 € |
- Weiter einspeisen: Der Netzbetreiber nimmt den Strom ausgeförderter Anlagen bis 100 kW weiter ab und zahlt den Jahresmarktwert Solar, höchstens 10,00 ct/kWh, abzüglich der Vermarktungskosten, die die Übertragungsnetzbetreiber für das Jahr veröffentlichen, für 2026 0,228 ct/kWh; mit Smart Meter 50 % davon (§ 21 Abs. 1 S. 1 Nr. 4, § 23b, § 53 Abs. 4 EEG). Diese Zahlung gilt bis 31.12.2032 (§ 25 Abs. 2 EEG); ab 2033 zählt der Rechner für eingespeisten Strom nichts. Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 bleibt die Regel in der Sache gleich (Entwurf vom 07.09.2026).
- Eigenverbrauch: Das Haus nutzt den Solarstrom zuerst, der Rest geht zu denselben Bedingungen ins Netz. Dafür braucht es einen Zähler, der Bezug und Einspeisung getrennt misst; ob der Zählerschrank dafür erneuert werden muss, klärt der Netzbetreiber nach seinen Technischen Anschlussbedingungen.
- Neue Anlage: gerechnet wie im Rechner Wirtschaftlichkeit, nach dem Recht einer Inbetriebnahme am 01.03.2027, also nach dem Regierungsentwurf, und ohne Zahlung für den Überschuss nach der Übergangszahlung. Ihre Investition verteilt der Rechner als gleiche Jahresrate auf 20 Jahre, die Nutzungsdauer der amtlichen AfA-Tabelle, zum Vergleichszins; die 10 Jahre tragen ihren Teil davon.
Was diese Rechnung nicht enthält
- Künftige Jahresmarktwerte und Abzüge kennt niemand: Der Rechner nimmt Ihren Wert (vorbelegt der letzte veröffentlichte) und den Abzug für 2026 für alle Jahre.
- Reparaturen der alten Anlage, etwa ein neuer Wechselrichter, und ihr Restwert sind nicht gerechnet; absehbare Kosten gehören in die laufenden Kosten.
- Den Verbrauch verteilt der Rechner mit gemessenen Verläufen von 27 Haushalten, die Erzeugung mit dem typischen Wetterjahr Ihres Orts.
- Steuern und die Direktvermarktung über einen Dienstleister rechnet der Rechner nicht.
Modellrechnung auf Basis öffentlicher Daten. Keine Ertrags- oder Renditezusage. Die verbindliche Auslegung entsteht nach Prüfung vor Ort.
Womit der Rechner rechnet
- Lastprofile
- 27 gemessene Haushalte aus Niedersachsen, Jahr 2019, je auf Ihren Verbrauch umgerechnetWPuQ: Electric load of 38 households in Hamelin, Lower Saxony (ISFH), Datei 2019_data_60min.hdf5, Gruppe NO_PV, HOUSEHOLD, P_TOT
- Alterung der Module, vorbelegt
- 0,5 % im Jahroffene, änderbare Annahme des Rechners; im Beispiel auch für die 20 Jahre bis heute
- Strompreis, Änderung im Jahr, vorbelegt
- 0 %offene, änderbare Annahme des Rechners
- Betriebskosten einer neuen Anlage, vorbelegt
- 1,5 % der Investition im JahrFinanztip: Photovoltaik (Beispielrechnung, Stand 28.05.2026)
- Vergleichszins, vorbelegt
- 5,13 %Sollzins des KfW-Kredits 270, Variante 20/3/20, beste Preisklasse (Rechtsstand-Register)
Daten: PVGIS © Europäische Union; Lastprofile: WPuQ (ISFH), CC BY 4.0, Schlemminger et al. 2022 (auf ganze Watt gerundet, eigene Auswahl der Haushalte mit vollständigem Jahr 2019); Bundesnetzagentur | SMARD.de, CC BY 4.0 (eigene Auswertung); Postleitzahlen und Ortsnamen: GeoNames (www.geonames.org), CC BY 4.0 (Zuordnung zur Rasterzelle über den mittleren Ortspunkt je Postleitzahl, eigene Berechnung); © BKG (2026) dl-de/by-2-0, Datenquellen (Grenzen vereinfacht (Douglas-Peucker, 0,003°), nur Landflächen).
Was nach 20 Jahren gilt
Die Einspeisevergütung läuft 20 Jahre, gezählt bis zum Ende des zwanzigsten Kalenderjahres nach dem Jahr der Inbetriebnahme. Danach heißt eine Anlage im Gesetz ausgefördert, wenn sie vor 2021 in Betrieb ging und 100 kW nicht übersteigt. Für sie gilt eine eigene Regel:
- Der Netzbetreiber nimmt den Strom weiter ab und zahlt den Jahresmarktwert Solar, höchstens 10,00 ct/kWh. Der Jahresmarktwert für 2025 lag bei 4,51 ct/kWh.
- Davon ziehen die Übertragungsnetzbetreiber ihre Kosten für die Vermarktung ab, für 2026 0,23 ct/kWh. Mit einem intelligenten Messsystem, dem Smart Meter, zählen davon nur 50 %.
- Diese Zahlung gibt es bis zum 31.12.2032. Für die Jahre danach rechnet der Rechner ohne Erlös für eingespeisten Strom.
Der Regierungsentwurf zum EEG 2027 ändert die Regel nach seiner Begründung in der Sache nicht: Weiter der Jahresmarktwert, höchstens 10 ct/kWh, abzüglich der Vermarktungskosten, nun als „Netzbetreiberabnahme in der Variante für ausgeförderte Anlagen“; laut Begründung materiell unverändert (Entwurf vom 07.09.2026).
Drei Wege
Weiter einspeisen. Die Anlage bleibt, wie sie ist, und liefert alles ins Netz, zum Jahresmarktwert. Das kostet nichts; wie viel weniger es bringt als bisher, zeigt der Vergleich mit Ihrem alten Vergütungssatz.
Auf Eigenverbrauch umstellen. Das Haus nutzt den Solarstrom zuerst und kauft entsprechend weniger; nur der Rest geht ins Netz. Dafür braucht es einen Zähler, der Bezug und Einspeisung getrennt misst, und oft einen Umbau im Zählerschrank; ob er nötig ist, klärt der Netzbetreiber nach seinen Technischen Anschlussbedingungen. Was ein Umbau kosten kann, zeigt ein Betreiber im Photovoltaikforum: In seinen beiden Angeboten stand eine Zählervollsanierung mit 4.000 Euro. Das Beispiel oben rechnet mit diesem Betrag; tragen Sie Ihren eigenen ein. Ein Speicher lässt sich dazunehmen; mit dem Rechner Speicher nachrüsten lässt er sich auch einzeln prüfen.
Neu bauen. Eine neue Anlage fällt unter das Recht ihres Inbetriebnahmedatums, ab 2027 nach dem Regierungsentwurf. Der Rechner nimmt sie wie der Rechner Wirtschaftlichkeit und verteilt ihre Investition als gleiche Jahresrate auf 20 Jahre. So tragen die zehn Jahre des Vergleichs ihren Teil, und die neue Anlage steht nicht schlechter da, nur weil sie länger läuft als der Vergleich.
Mehr zum Rechner
Wie vergleicht der Rechner?
Für jeden Weg zählt der Rechner Jahr für Jahr, was er einbringt: Erlös aus der Einspeisung, beim Eigenverbrauch den Strom, den Sie nicht kaufen, abzüglich der laufenden Kosten. Einmalige Kosten wie der Umbau stehen am Anfang. Dann zinst er alles mit einem Vergleichszins auf heute ab; das Ergebnis ist der Kapitalwert. Der Weg mit dem höchsten Kapitalwert bringt nach Ihren Angaben am meisten.
Die Erzeugung Ihrer Anlage kennen Sie aus dem Wechselrichter oder der Einspeiseabrechnung. Wie viel davon im Haus bleibt, rechnet der Rechner mit dem typischen Wetterjahr Ihres Orts und den gemessenen Verbräuchen von Haushalten, auf Ihren Jahresverbrauch umgerechnet. Den Jahresmarktwert künftiger Jahre kennt niemand; vorbelegt ist der zuletzt veröffentlichte.
Was rechnet der Rechner nicht?
- Reparaturen der alten Anlage, etwa einen neuen Wechselrichter, und ihren Restwert.
- Direktvermarktung über einen Dienstleister und Steuern.
- Ob Dach und Unterkonstruktion weitere Jahre tragen: Das klärt ein Fachbetrieb vor Ort.
Was passiert mit meinen Daten?
Der Rechner rechnet in Ihrem Browser. Er sendet und speichert nichts und braucht keine Kontaktdaten. Die Postleitzahl bleibt auf Ihrem Gerät.
