Ratgeber Sonnenschutz

Markisenstoff: Acryl oder Polyester, hell oder dunkel, und was UPF 50+ bedeutet

Material, Farbe und Webart bestimmen Licht, Wärme und Haltbarkeit eines Markisentuchs. Welche Kennwerte die Hersteller nennen und wie man sie liest.

Stand 25.09.2026

Kurz gesagt

  • Markisentücher werden aus Acryl oder Polyester gewebt. Bei guten Stoffen steckt die Farbe schon in der Faser.
  • Welcher Stoff der richtige ist, hängt vom Einsatz ab: Sollen Licht und Luft durchgehen? Muss das Tuch Regen abhalten oder Brandschutzvorschriften erfüllen?
  • Was ein Tuch kann, steht in seinen Kennwerten, nicht in der Farbe allein.

Acryl oder Polyester?

markilux fertigt seine Tücher aus Polyester- und Acrylgeweben, WAREMA ebenso. Bei WAREMA wird die Farbe durch Spinndüsen- oder Garnfärbung in die Faser eingelegt, bevor sie zu Garn gesponnen wird.

Die Unterschiede zeigen sich bei Wasser und Durchsicht. WAREMA nennt für seine Stoffe diese Wassersäulen:

  • Acrylstoffe: 500 mm
  • beschichtetes Acryl: 1.000 mm
  • Polyestergewebe mit transparenter Beschichtung: 7.000 bis 10.000 mm

Polyester dient dort auch für Gewebe mit guter Durchsicht nach außen.

Wasserdicht ist nur ein beschichtetes Spezialgewebe. Bei markilux heißt es perla FR.

Hell oder dunkel?

Die Farbe ist zuerst eine Frage des Geschmacks und der Stimmung, die das Tuch darunter erzeugt.

Für den UV-Schutz gibt markilux an: Dunkle Töne halten die UV-Strahlung vollständig zurück, helle bis zu 97 %. Hellere und durchscheinende Tücher lassen mehr Licht durch.

Wie viel Sonnenstrahlung ein Tuch durchlässt, zurückwirft oder selbst aufnimmt, nennt der Tuchfinder von markilux je Tuch. Wollen Sie wenig Wärme unter der Markise? Dann vergleichen Sie diese Werte, statt nach der Farbe zu raten.

Welche Kennwerte nennen die Hersteller?

Die Werte je Tuch stehen im Tuchfinder von markilux. Die Erklärung hier ist allgemein.

UPF Sonnenschutzfaktor
wie stark das Tuch UV-Strahlung abhält; laut markilux bieten die Tücher der aktuellen Kollektion in der Regel UPF 50+.
Lichttransmissionsgrad
welcher Anteil des sichtbaren Lichts durch das Tuch fällt: hoch bei hellen und durchscheinenden Tüchern, niedrig bei dunklen.
Strahlungstransmissions-, -reflexions- und -absorptionsgrad
welcher Anteil der Sonnenstrahlung durch das Tuch geht, zurückgeworfen oder vom Tuch aufgenommen wird; zusammen ergeben die drei Anteile die ganze Strahlung.
gtot-Wert (Glas C) und Fc-Wert
wie viel Sonnenenergie durch Verglasung und Tuch zusammen in den Raum gelangt, gerechnet für eine Referenzverglasung, und um welchen Faktor das Tuch den Durchlass des Glases mindert. Beide Werte zählen, wenn ein Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes nötig ist.
Wasserdruckbeständigkeit und Wasserabweisung
wie gut das Tuch Wasser abhält; wasserdicht ist nur ein beschichtetes Spezialgewebe wie perla FR.
Licht- und Wetterechtheit
wie beständig die Farbe gegen Licht und Witterung ist, bewertet auf dem Graumaßstab.

Die Werte je Tuch nennt der Tuchfinder beim Dessin.

Was bedeutet UPF 50+?

UPF steht für Ultraviolet Protection Factor. Das ist der UV-Schutzfaktor eines Textils, ein technischer Kennwert des Stoffs.

Der Prüfstandard UV STANDARD 801 ermittelt ihn nicht nur am neuen, trockenen Stoff. Er prüft auch unter Gebrauchsbedingungen wie Nässe und Dehnung. Vergeben wird der UPF in Stufen von UPF 10 bis UPF 80. Geprüft werden können auch Markisen.

Die Tücher der aktuellen markilux-Kollektion erreichen nach Angaben des Herstellers in der Regel UPF 50+.

Welche Tücher gibt es für besondere Lagen?

  • Unter und über Glas: transolair ist gelocht und licht- und luftdurchlässig. Zwischen Glas und Tuch kann Luft zirkulieren. Das reduziert nach Angaben von markilux Stauwärme. perfotex hat eingewebte Rietlücken und ist wasser- und luftdurchlässig, damit sich bei Regen keine Wassersäcke bilden.
  • Regen und Brandschutz: perla FR ist wasserdicht und schwer entflammbar.
  • Zertifikat: Die markilux-Tücher sind nach Oeko-Tex Standard 100 zertifiziert.

Muster bestellen und alle Tücher vergleichen können Sie im Tuchfinder.

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