Ratgeber Sonnenschutz

Windwächter, Sonnenwächter, Regensensor: Was Sensoren an der Markise leisten

Sensoren fahren eine Markise mit Motor selbsttätig ein und aus. Welche es gibt, was sie brauchen und warum sie das Einfahren vor dem Unwetter nicht ersetzen.

Stand 25.09.2026

Kurz gesagt

  • Sensoren fahren eine Markise mit Motor selbsttätig ein oder aus: bei Sonne aus, bei Wind, Regen oder Schnee ein.
  • Sie machen die Markise bequemer, aber nicht sturmfest.
  • Vor einem Gewitter, bei gefrierender Nässe und wenn länger niemand zu Hause ist, gehört die Markise eingefahren und die Automatik abgeschaltet. So verlangt es die Bedienungsanleitung von markilux.

Welche Sensoren gibt es?

Beispiele aus dem Programm von markilux. Andere Hersteller bieten Vergleichbares.

  • Windwächter: Er misst die Windgeschwindigkeit. Ist ein einstellbarer Grenzwert überschritten, gibt er dem Motor den Befehl zum Einfahren. Die Funk-Ausführung braucht einen Anschluss an 230 Volt, aber keine Leitung zur Markise.
  • Bewegungssensor am Ausfallprofil: Die vibrabox von markilux sitzt am vorderen Profil und reagiert auf dessen Schwingungen. Je nach Windbelastung lässt sie die Markise einfahren. Sie läuft mit Batterie. Die Empfindlichkeit ist in Stufen einstellbar.
  • Sonnenwächter: Er lässt die Markise bei Sonne ausfahren. Die Helligkeitsschwelle wird am Steuergerät eingestellt. Oft sitzen Sonnen- und Windwächter in einem Gerät. Die Funk-Sonnensensoren von markilux beziehen ihren Strom aus eingebauten Solarzellen. Bis zu drei lassen sich in einen Funkmotor einlernen.
  • Regensensor: Er misst Regen und Schnee und lässt die Markise einfahren. Der Sensor von markilux regelt sich bei Kälte über eine eingebaute Heizung selbst.

Was brauchen Sensoren?

Sensoren steuern nur eine Markise mit Motor. Funksensoren steuern nur einen passenden Funkmotor: markilux führt Sensoren für 433 MHz (RTS) und für 868 MHz (io).

Eine Markise mit Handkurbel lässt sich bei vielen Modellen nachrüsten, erst mit Motor, dann mit Sensoren. Beides übernimmt bei markilux der Fachbetrieb. Mehr dazu im Artikel Motor und Smart Home nachrüsten.

Wo gehört der Windwächter hin?

Ein Windwächter misst nur den Wind, der bei ihm ankommt. Der Raffstore-Hersteller MHZ verlangt deshalb, ihn immer an der windexponiertesten Stelle anzubringen. Das ist die Stelle, die dem Wind am stärksten ausgesetzt ist.

Die vibrabox misst dagegen, wie sich die Markise selbst bewegt.

Wo ein Sensor am Haus sitzt und welcher Grenzwert gilt, legt der Fachbetrieb bei der Montage fest.

Was leisten Sensoren nicht?

  • Gewitter: Bei aufziehendem Gewitter können plötzlich heftige Böen kommen. Darauf reagiert auch eine Steuerung nicht sofort.
  • Abwesenheit: Im Urlaub, nachts und bei längerer Abwesenheit ist eine Automatik laut markilux keine Garantie für eine einwandfreie Funktion.
  • Schlechtes Wetter: Vor gefrierender Nässe, Gewitter, Platzregen und Schlechtwetterfronten wird die Markise rechtzeitig eingefahren und die Automatik abgeschaltet.
  • Stromausfall: Ohne Strom fährt eine Markise mit Motor nicht ein. In windreichen Gegenden mit häufigen Stromausfällen rät markilux, eine Notstromversorgung zu erwägen. Sonst fahren Sie die Markise vorher ein.
  • Arbeiten an der Markise: Vorher, etwa beim Reinigen, wird die Automatik abgeschaltet und der Windwächter gesichert. Dazu wird die Stromzufuhr unterbrochen.
  • Geschäftsbedingungen: Die Geschäftsbedingungen von TOPSUN verlangen, Markisen bei Regen, Sturm, Gewitter, Hagel und Unwetter einzufahren.

Häufige Fragen

Warum fährt meine Markise von allein ein?

Hat die Markise einen Wind-, Regen- oder Sonnensensor, fährt sie auf dessen Befehl. Löst der Windwächter zu früh oder zu spät aus, lässt sich sein Grenzwert einstellen. Bei der vibrabox ist es die Empfindlichkeit. Das übernimmt der Fachbetrieb, der die Anlage kennt.

Kann ich Sensoren nachrüsten?

Ja, wenn die Markise einen Motor hat oder einen bekommt. markilux nennt die Nachrüstung mit Regensensor, Sonnen- und Windwächter ausdrücklich als Leistung seiner Fachbetriebe.

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